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Weltfriedensgebetstag und Shoa-Gedenktag

pax christi-Aktionen 2019 zum Weltfriedensgebetstag und zum Shoa-Gedenktag

pax christi Rhein-Main: Mit aktiver Gewaltfreiheit für ein gutes Leben für alle!

Daniel Untch
„Macht richtig verstanden heißt immer: Verantwortung haben. Verantwortung für jemand übernehmen. Macht heißt Verantwortung für den Menschen, für die Gemeinschaft oder auch für die Schöpfung. Macht ohne Verantwortung ist Perversion, Macht ohne Verantwortung bedeutet Ungerechtigkeit, Manipulation und Korruption, Willkür und Gewalt – ganz grundsätzlich: Unfriede“, so erläuterte der Mainzer Weihbischof Dr. Udo Markus Bentz beim zentralen Gottesdienst des Bistums Mainz zum Weltfriedenstag das diesjährige päpstliche Motto „Gute Politik steht im Dienst des Friedens“. Diese Feier wurde traditionell von pax christi Mainz gestaltet. In diesem Jahr setzte der neue Regionalverband Rhein-Main diese Tradition fort. In Kooperation mit der Pfarrei Mariä Verkündigung in Nidderau-Heldenbergen wurde der Gottesdienst vorbereitet. In seiner Predigt betonte Weihbischof Bentz, dass Macht immer auch die Versuchung beinhalte, diese Macht zum eigenen Vorteil zu missbrauchen. Politik aus dem Geiste Jesu zu gestalten heiße, diese Verantwortung wahrzunehmen. Denn, so Bentz wörtlich „Solche Politik – solche Verantwortung – steht im Dienst des Friedens und schafft Frieden.“ Im Gemeindezentrum wurde anschließend die Ausstellung „Frieden geht anders“ gezeigt, die, wie der Vorsitzende Thomas Meinhardt erläuterte, Beispiele gewaltfreier Konfliktbearbeitung zeigt und über zivile Friedensdienste informiert. Die Friedensarbeit der pax christi-Bewegung stellten die Vorsitzende des Regionalverbandes Susanne Margraf-Epe und Vorstandsmitglied Birgit Wehner anhand des Frankfurter Appells vor. In diesem dokumentiert pax christi Rhein-Main sein Selbstverständnis und positioniert sich zu zentralen Zukunftsfragen. Es trägt den Titel: Mit aktiver Gewaltfreiheit für ein gutes Leben für alle! Wertschätzend hob Weihbischof Bentz die Kontinuität der pax christi-Arbeit hervor: „Die Sensibilität für diese Themen ist sehr schwankend und oftmals gibt es bei Konflikten in der Öffentlichkeit nur ein kurzzeitiges Interesse. Insofern bin ich sehr dankbar, dass pax christi uns immer wieder an dieses Thema erinnert und Wege für alternative und gewaltfreie Konfliktlösungen aufzeigt.“
 
Daniel Untch ist Friedensarbeiter des pax christi-Regionalverbandes Rhein-Main.

Erinnerung darf nicht enden

pax christi-Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Am 27. Januar 1945 wurde das deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch sowjetische Truppen befreit. Seit 1996 begeht Deutschland an diesem Tag den Shoah- Gedenktag. Bei der Proklamation des Gedenktages durch den damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog erklärte er: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen.“ Viele pax christi-Gruppen gestalten jedes Jahr dieses Gedenken: Viersen Unter dem Motto „Menschenwürde braucht Menschen" wurde der Opfer des Nationalsozialismus in der Johanniskirche auf dem Gelände der Viersener LVR-Klinik gedacht. Zu den Opfern der NS-Zeit gehörten viele Patient*innen der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Johannistal. Mehrere Stolpersteine im Gelände der Klinik erinnern an das Schicksal dieser Frauen, Männer und Kinder. Weißenhorn Seit 1998 begeht die pax christi-Gruppe Weißenhorn am 27. Januar den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. In diesem Jahr veranstalteten sie eine Lesung mit Karla Nieraad, Leiterin des Stadthauses Ulm, unter dem Titel „Nach dem Schweigen“, der Amerikanerin Lillian Gewirtzmann. Darin erzählen Nachfahren von Holocaust-Überlebenden ergreifende Geschichten von menschlicher Erniedrigung und vom Aufwachen in „schweigenden Elternhäusern“.
 
Rhein-Main
Gut 200 Menschen kamen am 27. Januar im Forum St. Peter in Montabaur zum ökumenischen Gedenken an die Shoah zusammen. Henryk Fridman, Mitglied im Vorstand der jüdischen Gemeinde Offenbach, sprach zum Thema „Als Jude heute in Deutschland leben“. Fridman ist Sohn eines Holocaust-Überlebenden, der in Buchenwald und Auschwitz gewesen war, darüber aber niemals etwas berichten wollte. Wie lebt man als Jude heute in Deutschland? Das war die Frage am Schoah- Gedenktag. „Gut leben wir Juden in Deutschland“, antwortete Fridman plakativ. „Ich bin ja auch Deutscher, nur eben jüdischen Glaubens!“
 
Osnabrück/Hamburg

Wie in jedem Jahr entsandte die Regionalstelle Osnabrück/Hamburg auf Einladung des Deutschen Bundestages junge Leute zur Teilnahme an der Jugendbegegnung, die anlässlich der Gedenkstunde zum 27. Januar in Berlin stattfindet. Diese beteiligten sich auch an der Podiumsdiskussion mit Gastredner Prof. Dr. Saul Friedländer und Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble. 

In Lingen referierte Michael Strodt, der geistliche Beirat des Regionalverbandes Osnabrück/Hamburg, in der Jüdischen Schule zum Thema: „Wie von Gott reden nach Auschwitz? – Über die theologischen Wurzeln des Antisemitismus. “
 
In Norderstedt lud die pax christi-Gruppe zum Shoah-Gedenken in die Kapelle von St. Hedwig ein. „Schweigen ist verboten, sprechen ist unmöglich“ lautete das Gedenken der pax christi-Gruppe Bremen an die Opfer der Shoah im Rosenak-Haus.
 
In Osnabrück selbst fand ein Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus 

 

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