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pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Mitgliederversammlung 2017

04. Dez 2017

Bericht

Bergpredigt als Handbuch für den Aufbau des Friedens

Als inhaltliches Thema hatte die diesjährige Versammlung der Diözesanstelle Trier von pax christi das Thema Gewaltfreiheit gewählt. Der Vorsitzende der deutschen Sektion von pax christi, Nobert Richter aus Essen, zeigte zunächst auf, das selbst in der Kirche Gewaltfreiheit keinen großen Stellenwert hat. So wird der Ausdruck „Life-Style-Pazifismus“ geprägt und formuliert, das Gutmenschentum in der Krise nicht helfe.

Allerdings wird durch Papst Franziskus, dessen Aussage aus seinem Wort zum diesjährigen Weltfriedenstag sich in der Überschrift wiederfindet, eine deutlich andere Position vertreten. Die Botschaft des Papstes trägt selbst den Titel: „Gewaltfreiheit: Stil einer Politik für den Frieden“. Durch den Kongress des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden und Pax Christ International zum Thema Konferenz „Gewaltfreiheit und Gerechter Friede – Zum katholischen Verständnis von Gewaltfreiheit“ im April 2016 wurde das Thema der Gewaltfreiheit neu ins kirchliche Bewusstsein geholt. Es wurde gefordert, eine Spiritualität und Praxis aktiver Gewaltfreiheit voranzubringen.

So forderte Norbert Richter, den gängigen Glauben an den Nutzen des Militärs mit den Folgen von Krieg, Gewaltanwendung und Waffenproduktion durch eine friedenslogische Politik abzulösen. Das beinhaltet, Gewaltsituationen wahrzunehmen, bei den Ursachen von Konflikten die Eigenbeteiligung zu berücksichtigen, den Dialog, die Interessen auch der anderen zu sehen und die verschiedenen Interessen universell umzuformen, die eigenen Fehler erkennen und korrigieren.

Aufgrund der zahlreichen historischen Beispiele erfolgreichen gewaltfreien Widerstandes – sie haben seit 1900 häufiger zum Ziel geführt wie militärische Vorgehensweisen – plädierte der Referent für einen Realpazifismus. Dazu zählte er „peace-keeping“ wie auch „just policing“ (Einsatz von Polizei statt Militär) aber auch die Stärkung internationaler Organisationen wie UNO oder OSZE. Das richtete sich auch gegen den Trend gegenwärtiger Politik, Normen des Völkerrechtes zugunsten militärischen Vorgehens zu ändern.

Zentrale Schritte auf dem Weg zur Gewaltfreiheit, der Theologe Walter Wink nennt ihn auch den dritten Weg Jesu, das das Einüben von Gewaltfreiheit und die spirituelle Verankerung. Letzteres hatte die Versammlung zu Beginn in der Auseinandersetzung mit zwei Jesusbildern getan: Jesus als Guillero und Jesus der, das Gewehr zerbricht.

 

Von der Versammlung soll zudem erwähnt werden, dass es auch in diesem Jahr nicht gelungen ist, die Ämter der Vorsitzenden und des Vorsitzenden zu besetzen. Zudem wurde auch von der telefonischen Mitgliederbefragung und deren Einschätzung der pax christi-Arbeit berichtet.

Auch der Bericht über die Entwicklung zur Streichung des Zuschusses an die deutsche Sektion pax christi durch den Verband der Deutschen Diözesen wurde ausführlich berichtet. Auf dem Hintergrund der öffentliche Resonanz, die dieses Vorgehen ausgelöst hatte, und zahlreicher Proteste, gibt es inzwischen eine mündliche Zusage für den Zuschuss für 2018.

Die Versammlung erwartet, dass die Vorgehensweise des VDD für die Jahre danach immer bald geklärt wird. Angesichts des hohen Stellenwertes der Friedensarbeit in Rom wäre es mehr als wünschenswert, dass die deutschen Bischöfe diese spirituell und strukturell voranbringen.

 

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